Segelfliegen  
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Gummiseilstart
Im Sommer 2002 wandte ich mich mit meiner Tochter und meinem Sohn (damals 14 und 13) auf dem Flugplatz in Kamen-Heeren dem Segelfliegen zu. Unser Verein ist der Wittener Luftsport Club, ein kleiner Verein, der mit den "Kamener Luftsportfreunden kooperiert. Leider ist die Mitgliederentwicklung bei den Wittenern so rückläufig, dass im Herbst 2006 eine Verschmelzung mit dem Kamener Verein die einzige Konsequenz sein konnte.

Wir erlebten mit den Fliegerkameraden ein schönes Osterlager in Kamen sowie zwei schöne Sommer-Fliegerlager in Grabenstetten und Treuchtlingen.

 
 
Links
WLC Homepage des Wittener Luftsport-Club e.V. 
LSF  Homepage der Luftsportfreunde Kamen Dortmund e.V.

 

 

Historie
In Deutschland ist Luftfahrtgeschichte natürlich besonders mit dem Namen Otto Lilienthal verbunden, der in der Nachahmung des Gleit- und Segelflugs der großen Vögel 1891 seinen ersten Gleiter, den Derwitzapparat konstruierte. Er erreichte aus fünf bis sechs Metern Höhe Flug- bzw. Sprungweiten bis ca. 25 Meter. 1895 vergrößerte er die Tragfähigkeit seiner Flugapparate durch den Bau eines Doppeldeckers. Hierdurch vermied er es, die Spannweite seines Flugapparates zu vergrößern, wodurch dieser durch Gewichtsverlagerung nur sehr schwer steuerbar gewesen wäre, Es gelangen ihm Flüge bis 80 Meter Weite. 

Der Friedensvertrag von Versailles verbot Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg den Motorflug. Wegen der strengen Überwachung wurde sofort an das Gleitfliegen gedacht. Zu Beginn der 20er Jahre des 20. Jahrhunderts unternahmen in Deutschland Gleichgesinnte mit selbstgebauten Hängegleitern Gleitflüge. Ein erster Wettbewerb fand 1920 unter anderem von dem Studenten Erich Meyer organisiert auf der Wasserkuppe (Rhön) statt. Am 8. August flog Eugen von Loessel mit seinem Doppeldecker 395,5 Meter weit. Bei einem zweiten Tag am Folgetag verunglückte er tödlich. Während des bis zum 7. September verlängerten Wettbewerbs flog Wolfgang Klemper schließlich mit dem ersten Gummiseilstart in 2 Minunten und 22 Sekunden eine Strecke von 1830 Meter. Die ersten Stundenflüge im Hangaufwind der Wasserkuppe gelangen 2 Jahre später. 1922 setzte mit der Wiederzulassung des Sportfliegens für leichte Motorflugzeuge die Krise im Segelflug ein. Segelfliegen schien nur im Auftrieb des Hangfluges möglich. Die Thermik war als geeigneter Auftrieb für Segelflugzeuge wurde zunächst verkannt. 

1926 stellte Max Kegel durch einen eher unfreiwilligen Gewitterflug mit über 50 km Strecke einen neuen Weltrekord auf.